Nicaragua (10/20) Backpacking mit meinem Sohn – Auf dem Rücken von Pferden (Unsere Hintern taten uns weh!) zum Vulkan Concepcion.

Reiten Ometepe Moyogalpa Vulkan Concepcion

Wir hatten schon öfter auf Pferden gesessen, in Kirgistan war ich mit meinen Kindern am Song Kul und in der Grigorjevskoe Schlucht geritten. In Sri Lanka und Thailand auf Elefanten, in Indien durch die Wüste Rajasthans auf einem Kamel und mit Lasse zusammen in Sibirien auf Rentieren. Dass es diesmal so hart werden würde, hart im körperlichen und psychischen Sinne, darauf war ich nicht vorbereitet gewesen.

Es begann alles ganz nett, als uns unser Pferdeführer in Moyogalpa an unserer Unterkunft Casa Mauro abholte. Zuerst ging es noch ein wenig durch die Randbezirke von Moyogalpa, aber schnell ließen wir die letzten Häuser hinter uns und befanden uns auf Feldwegen an Rinderweiden vorbei durch langsam immer undurchdringlicher werdendes Dickicht auf dem Wege zum Vulkan Concepcion. Lasse ritt auf einem neunjährigen Hengst namens Palomo und mein treues Pferdchen war zwölf und hieß Tschell. Die Pferde machten wirklich richtig Spaß, denn sie waren äußerst leicht zu lenken. Allerdings schien es unser Pferdeführer ein wenig eilig zu haben, denn wir ritten hauptsächlich im Trab. Dieses Auf- und abgehoppel, führte schon recht bald dazu, dass wir nicht mehr wussten, wir wir sitzen sollten. Jede Position fing an zu schmerzen. Unser Weg ging durch verschlungenen Bäume und dichtes Unterholz. Hierbei war die Machete unseres Führers ständig im Einsatz, der uns den Weg frei schlug. Einige Male verlor ich meine Sonnenbrille, die ein Ast von meinem Kopf fegte oder Lasse sein Basecap. Wir ritten hautnah an Rindern vorbei und einmal ganz eng zwischen einem Rind und dem Stacheldrahtzaun, dass ich Angst hatte, mein Bein würde zwischen Pferd und die eisernen Stacheln kommen. Für unseren Nicaraguanischen Cowboy schien das alles nicht ungewohnt zu sein. Für Lasse und mich ein kleines, sicher nicht ganz ungefährliches Abenteuer.

Als wir auf den Vulkan zu ritten, schmerzten unsere Arschbacken schon gewaltig. Das wirkte sich vor allem auf Lasses Laune aus, der unseren uns ständig antreibenden Cowboy, dafür verantwortlich machte und sehr sauer auf ihn wurde. Am liebsten hätte Lasse ihn glaube ich wegen Körperverletzung verklangt. Mh, mir tat zwar auch alles weh, aber als Erwachsener kann man das schon mal aushalten. Ich versuchte nun einfach ein wenig langsamer zu reiten, denn das tat nicht so weh.

Nachdem wir umgekehrt waren, eröffnete sich eine herrliche Aussicht auf das umliegende Land und den in der Ferne liegenden Nicaraguasee.

 

Wieder in unserer Unterkunft Casa Mauro angekommen, zog sich Lasse erst mal mit seinem Tablet in die Hängematte zurück. Und auch ich war froh, endlich aus dem Sattel zu kommen, dabei bin ich eigentlich immer sehr gerne geritten. Schmerzen hatte ich jedesmal danach, aber nicht so wie dieses Mal. Habt ihr schon mal geschwollene Pobacken gehabt? Die machen das Laufen zu einem seltsamen Gefühl und auch beim Sitzen schmerzt es weiter. Naja, auch das sollte in einigen Tagen vorüber gehen..

 

Scooterfahrt nach Altagracia

Am Nachmittag fuhren wir mit dem Roller noch einmal quer über die Insel, diesmal nach Altagracia. Allerdings schlug an diesem Nachmittag die Regenzeit gewaltig zu und das Einzige, was wir in Altagracia tun konnten, war einen Saft zu trinken und unter einem Dach im Park den größten Teil des Sturmes abzuwarten und uns dann im Regen auf die Heimfahrt zu machen. Ich finde solche Erlebnisse nicht weiter tragisch, denn wir warteten mit vielen anderen Menschen zusammen und hatten schöne Begegnungen. Und darum geht es doch auch beim Reisen, nicht darum Sehenswürdigkeiten ab zu fahren und zu fotografieren, sondern um die Begegnungen mit den Menschen.

Eisdiele in Moyogalpa

Wieder in Moyogalpa angekommen entdeckten wir eine wirklich leckere Eisdiele und Lasse fand mal wieder einen Hundefreund, der sich zum Schutz vor dem Regen in den Eingang zurückgezogen hatte.

 

Und so geht es weiter: die einzelnen Etappen unserer Nicaraguareise:

Nicaragua (1/20) Backpacking mit meinem Sohn – Reiseplanung: Packliste, Mückenschutz, Reiseapotheke, Flüge, Hostelbuchungen und jede Menge Vorfreude!

Nicaragua (2/20) Backpacking mit meinem Sohn – Ankunft im Land der Hängematten & Vulkane, nach einem Flug mit kleinen Brand im Airbus.

Nicaragua (3/20) – Backpacking mit meinem Sohn – Inseln zu verkaufen!!! Beim Ausbruch de Vulkans Mombacho entstanden, vom Dschungel überwuchert und von Affen besiedelt: Las Isletas.

Nicaragua (4/20) Backpacking mit meinem Sohn – Laguna de Apoyo: Mystic pur. Dieser Kratersee hat Power!

Nicaragua (5/20) Backpacking mit meinem Sohn – Granada: Masion de Chocolate, ein Entenangriff & eine Pinata.

Nicaragua (6/20) Backpacking mit meinem Sohn – Blick in den aktiven Vulkan Massaya!

Nicaragua (7/20) Backpacking mit meinem Sohn – Ankunft auf Ometepe: Eine idyllische Insel mit zwei Vulkanen und viel Natur.

Nicaragua (8/20) Backpacking mit meinem Sohn – Ometepe: Wir sausen mit unserem Scooter über die Insel nach Charco Verde, ein Paradies nicht nur für Schmetterlinge.

Nicaragua (9/20) Backpacking mit meinem Sohn – Der blaue Vogel am Strand von Santo Domingo und das kühle, klare Wasser im Ojo de Agua.

Nicaragua (11/20) Backpacking mit meinem Sohn – Wir fliegen von Ometepe zum Rio San Juan & eine fette Lügengeschichte in San Carlos.

Nicaragua (12/20) Backpacking mit meinem Sohn – Die Sabalos Lodge: ein wildes Paradies am Rio San Juan.

Nicaragua (13/20) Backpacking mit meinem Sohn – Kaimantour auf dem Rio San Juan & die Tiere der Nacht.

Nicaragua (14/20) Backpacking mit meinem Sohn – Wilde Natur im Indio Maiz Nationalpark: Pfeilgiftfrösche, Bullet Ants und ein Kampf zwischen einer Raubkatze und Brüllaffen.

Nicaragua (15/20): Backpacking mit meinem Sohn – El Castillo: spannende Stromschnellen, eine verschlafene Stadt und ein altes Fort gegen Piraten.

Nicaragua (16/20) Backpacking mit meinem Sohn – Unter echten Cowboys in Juigalpa: Wir erleben unser erstes Rodeo.

Nicaragua (17/20) Backpacking mit meinem Sohn – Matagalpa: Hundefreunde im Hostal Ulap Yasica & die Eco Lodge Cascada Blanca, ein traumhafter Wasserfall und wilder Fluss zum Schwimmen.

Nicaragua (18/20) Backpacking mit meinem Sohn – La Fundadora: Ort der Einsichten & eine lange Wanderung zum Wasserfall La Bujona.

Nicaragua (19/20) Backpacking mit meinem Sohn – Tisey Nationalpark: Ein einsamer Wasserfall, Schmetterlinge ohne Ende – wirklich ein Geheimtipp!

Nicaragua (20/20) Backpacking mit meinem Sohn: Ein Heldensprung im Somoto Canyon und eine krasse Erfahrung im Krankenhaus von Esteli.

 

 

Das darf in meinem Reisegepäck nicht mehr fehlen:

 

Sea to Summit Reisekissen

Es ist ganz weich und anschmiegsam. Wenn man die Luft raus lässt ist das Päckchen ganz winzig und verschwindet förmlich in der Handtasche. Ich würde nie wieder eine andere Nackenrolle haben wollen und habe damit auch auf langen Flügen sehr gut geschlafen.

 

 Böker Taschenmesser

Ich liebe mein Taschenmesser, weil es so leicht und ganz scharf ist. Man kann damit ohne Probleme einen Fisch ausnehmen oder eben ganz leicht Obst schälen. Es fühlt sich einfach gut in der Hand an und ist schon lange mein treuer Begleiter.

 

Cocoon Anti-Mücken Baumwollschlafsack

Einfach nur ein ganz leichtes Baumwolltuch, aber Insektensicher durch den Wirkstoff aus der Chrysantheme . Wir schlafen meist in ganz einfachen Unterkünften, da weiß man nie was sich so alles in der Matratze tummelt. Uns sollte mal kein Moskitonetz vorhanden sein, oder man Abends auf der Terrasse sitzen, so kann man diesen Schlafsack ganz wunderbar als Mückenschutz verwenden. Unverzichtbar, so finde ich, in Malaria und Denguefiebergebieten.

 

 

Teilen:     Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on LinkedInShare on Google+Pin on Pinterest

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.