Abschied vom Reisebloggen – und ein neuer Weg, meine Liebe zur Natur mit Euch zu teilen!

Abschied vom Reisebloggen

Es ist schon eine Weile her, dass ich die letzte Minicamper Tour gepostet habe, obwohl ich letzten Sommer, also im Sommer und Herbst 2020 viel unterwegs war, sozusagen in der Coronapause. Ich möchte all die wundervollen Orte nicht mehr mit Lesern teilen, die Mutter Natur nicht wertschätzen können, auch wenn vielleicht genau Du mir da sehr ähnlich bist. Sorry! Mir fällt auf, dass es einfach zu viele Menschen gibt, die sich immer noch nicht in der Natur zu benehmen wissen. Durch Corona sind natürlich auch viel mehr Menschen im Umkreis ihres Zuhauses unterwegs, wo sie sonst ins Ausland geflogen wären. Sie erkunden nun die hintersten Waldecken, die Rückzugsgebiete der Tiere, paddeln an Uferstellen, wo eigentlich die Vögel in Ruhe brühten konnten. Sie fahren mit ihren Campern in die Natur, trampeln alles platt, machen eine Feuerstellen neben der nächsten, statt eine alte zu benutzen, kacken wild hinter jeden Busch, lassen ihr Klopapier im Wald liegen, oft sogar Feuchttücher (ich sammle sie oft wieder ein, darum weiß ich ziemlich genau, was da überall rumliegt, so ekelig, so gemein all den Pflanzen und Tieren gegenüber und auch den anderen Wanderern). Und ich könnte noch so viel mehr erzählen, warum der Mensch, so wie er sich verhält, eigentlich nicht in die Natur gehört, sondern am besten auf einen weit entfernten anderen Planeten ;).

Ich hatte gehofft, durch die Art wie ich schreibe und wie ich unterwegs bin, einen Teil zur Achtsamkeit und zur Achtung und Wertschätzung von Mutter Natur beizutragen, aber das Problem ist natürlich, dass jeder nur wahrnimmt, was er auch wahrnehmen will. Wenn jemand einfach nur einen Ort am Fluss zum Wildcampen sucht, dann wird er hier auf dem Blog vielleicht fündig, obwohl ich nun ganz viele Artikel gelöscht habe, leider, aber der gleiche Mensch liest ja nicht unbedingt über meine Wertschätzung und meine Achtung, nimmt die Natur vermutlich nicht als Heilerin wahr und teilt auch nicht meine Ansicht, sie zu achten und kackt dann einfach unter meinen Lieblingsbaum. Und das ist nicht nur bildlich gesprochen, sondern leider passiert, ich war geschockt! Diese wunderschöne Eiche, eigentlich sind es sogar zwei, ich bin so entsetzt, dass man sie als Klo missbraucht.

Ich kenne einen wunderschönen Parkplatz in Brandenburg, leider auch in der App Park4Night gepostet. Er liegt mitten im Wald, die Stille ist der Knaller, magisch an einem Fluss, der Morgennebel über einer Wiese, der Eisvogel und Graureiher lebt hier, Schwarz- und Grünspechte, die Schwanzmeise, ja sogar eine Waldschnepfe fliegt manchmal über unsere Köpfe. Eingerahmt ist dieser herrliche Platz nicht nur durch die typische brandenburgische Kiefer, ein paar Birken, sondern auch durch eine allein stehende riesige, alte Eiche (das Photo oben). Sie ist magisch, all die Vögel, die in ihr leben und ihre Funktion als riesiger Schattenspender in der Sommerhitze, eine tolle Energie. Aber ihr Stamm wird nicht nur ständig neu angepinkelt (es stinkt total!) , die Menschen sind einfach zu faul 10 Meter weiter in den Wald zu gehen, nein, immer wieder finden sich riesige Scheißhaufen mit Feuchttüchern von irgendwelchen Anglern oder unachtsamen Waldbesuchern unter ihr. Warum dort? Dieser Baum ist magisch, wieso seht und fühlt ihr das denn nicht? Ich war schon oft so traurig, so verzweifelt, manchmal auch so wütend. Und das ist auch nicht alles, das ganze Ufer ist gepflastert mit Zigarettenkippen und Kronkorken, unachtsam liegen gelassenen Angelschnüren, ach und ich weiß nicht alles, was ich in Brandenburg schon im Wald gefunden habe, vom wirklichen Müllabladen will ich hier gar nicht reden.

Ich meine ich beklage mich hier über eine angekackte Eiche und ein paar Feuchttücher im Wald, wo woanders natürlich viel größere Umweltsünden stattfinden und ich mit meinem Minicamper auch meinen Teil zur Umweltverschmutzung beitrage. (Darum tatsächlich auch meine Idee, nicht mehr so viel, ständig zu anderen Plätzen zu fahren, sondern mehr in die Tiefe an einem Ort zu gehen, achtsam!) Es gibt eben Dinge die kann man ganz leicht ändern, jeder. Man kann ja auch einfach mit den Dingen beginnen, die einem leicht fallen, da gibt es genug, man muss sich ja nicht komplett verbiegen. Aber seinen Müll mitnehmen kann doch nun wirklich jeder.

So habe ich jetzt fast ein Jahr nicht mehr geschrieben, weil ich so entsetzt war, mir klar wurde, dass ich eher gegen die Natur handle, als etwas für sie zu tun mit meinen Minicamper-Berichten. Da macht mein bisschen Müllsammeln den Braten auch nicht fett. Ich wollte doch nur meine Liebe zur Natur teilen, also mit dem Herzen zu fühlen und die Natur zu nutzen, um die eigene Größe und Verbundenheit und das eigene Potenzial zu erkennen. Um anzuregen, schlaft doch mal draußen und fühlt wie viel Kraft dies spendet. Es kostet nichts, es ist ein Geschenk, aber es möchte na klar, wertgeschätzt und achtsam behandelt werden.

Was ich damit meine ist, ich kenne mittlerweile viele Menschen, die z.B. die Birke (einen meiner Lieblingsbäume), natürlich kennen und mögen, vielleicht sogar ihre Blätter essen, ihren Saft trinken oder die Rinde als Kaminanzünder verwenden, aber immer noch nicht das Wesen der Birke sehen. Also wie soll ich sagen, eben die Birke nicht nur mit den Augen und dem „Mind“ betrachten, sondern eben mit dem Herzen.

Und das ist es, worüber ich nun gerne beginnen möchte zu schreiben. Wie man die Natur mit dem Herzen wahrnimmt, unsere Mutter Erde (lasst mal ganz langsam die Information, die in dem Wort Mutter steckt in Euch hinein sinken… Und sie bleibt immer unsere Mutter und wir ihre Kinder!!! Immer!!! Wir brauchen sie, sie uns nicht, wenn wir nur nehmen.) Die Natur als Heilerin, als Kraftspenderin, als Ort der Freude und Inspiration, als unsere Heimat, als unsere Lebensspenderin, irgendwie ein riesiges Geschenk und na klar auch wir als Teil von ihr und sie als Teil von uns, über die Verbundenheit und das Fließen überall… über all das möchte ich nun schreiben und mit Euch teilen.

Darum noch mal ein riesiges, demütiges Dankeschön an diese besondere Zeit. Schon der erste Lockdown (ich musste meine Praxis 2 Monate schließen, also zumindest die Massagen, meine Gesprächs-Heilsitzungen darf ich als Psychologische Heilpraktikerin natürlich geben), hat zu tiefen Erkenntnissen geführt und nun der zweite Lockdown. Drei Monate (und es ist noch kein Ende in Sicht) innere Einkehr, wenig Ablenkung im Außen, kaum Praxisalltag, nur ich, meine Bestandteile, die Liebe, Spaziergänge, Kreativität, null Stress oder Sorgen oder Ängste, nur Ruhe, Innenschau, Meditation, Verbundenheit, Nichts Tun… Ja das beschreibt es am Besten. Im Grunde habe ich drei Monate nichts getan, außer jeden Tag mit wunderschönen Dingen zu verbringen, die mir Freude machen. Und heute morgen, urplötzlich Bang!!! – Klarheit, Kreativität, absolut am Universum angedockt… jetzt darf das Neue hinaus und gelebt werden, was sich in der Zeit des Nicht-wirklich-Arbeitens oder des Nicht-irgendwohin- Strebens entwickelt hat.

Mal klarer für Euch in Worte gefasst. Ich möchte nur noch tun was mir Freude bereitet, ziemlich kompromisslos, denn ich bin es mir wert. (Und natürlich möchte ich Dich dazu anregen zu hinterfragen, warum Du vielleicht Dinge tust, die Du nicht gerne machst.) Das Universum sorgt für mich, das beweist es schon seit Jahren, ich habe eine Geldbörse, die sich nie leert, der Knaller! In der Natur zu sein, mit ihr zu sein, ist für mich das Größte. Ich fühle und sehe so viel (mit dem inneren Auge) und genau das kann aber jeder. Man kann das lernen und einfach praktizieren und jeden Tag wächst diese Fähigkeit. Und das bedeutet auch, dass ich nur schmunzeln kann, wenn mir jemand erzählt, dass das Bewusstsein auf unser Gehirn beschränkt sei. Ich kann nämlich eintauchen in mein Bewusstsein und damit auf Reisen gehen. Ich kann es ausdehnen und dann verschwindet die ganze Welt in mir, so wie ich in der Welt verschwinden kann (eine tiefe Meditationserfahrung, die ich mal hatte, schwer in Worte zu fassen, aber wenn Du sie kennst, dann weißt Du genau was ich meine) und ich spüre meinen Seelenfunken und auch den anderer Menschen und all diese Funken sind so gar nicht an unseren physischen Körper gebunden, sondern leben einfach von Leben zu Leben weiter. Und genau dieses innere Wissen, an all dies kann sich jeder Erinnern, es ist ja da, man muss sich einfach nur auf den Weg machen. Und da ein wenig zu inspirieren, darüber würde ich mich freuen, wenn mir das gelingt.

Ach und der Nutzen von von all dieser Erkenntnis, von der Verbundenheit, von dieser Möglichkeit sein Bewusstsein wahrzunehmen und seinen Seelenfunken: ich habe keine Angst mehr, ich mache mir keine Sorgen, ich gehe mit Krankheiten oder Trauer ganz anders um, ich tauche tiefer ein ins Leben mit all seinen Facetten. Bewusstheit macht Trauer, Krankheit und Tod zu Erfahrungen in unserem Leben, die erlebt werden dürfen und dadurch ebenfalls wertgeschätzt werden dürfen, als Stationen auf unserer Reise. Sie verlieren dadurch an Schrecken und Leid.

Danke für Dein Interesse und auch wenn wir uns nicht kennen, fühl Dich ganz warm umarmt und bis zum nächsten Mal.

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  • Hallo Birgit, sehr schön geschrieben. In vielen Dingen hast du meine Zustimmung. Es ist immer wieder traurig ansehen zu müssen, dass viele Menschen mit Scheuklappen durch die Welt, insbesondere durch die Natur streifen . Ich umarme dich und wünsche dir viel Glück 🍀

  • Wow, was für ein schöner berührender Text. Und wieviel Liebe, Hochachtung und Dankbarkeit für die Natur und – Ja, unsere Mutter Erde – darin schwingt. Ich kann so deutlich fühlen, welch Freude in den unsichtbaren Naturwelten dadurch entsteht und wie diese sich mit dem Großen Ganzen verwebt. Vom Herzen Dank liebe Birgit. Du warst ja schon immer innig mit der Natur verbunden, doch jetzt wird eine neue Seite in dir freigelegt. Sie ist weich, weiblich und mitfühlend – so wie die Erde selbst.
    Mach weiter so !!! Zeig den Menschen, dass die Natur ein lebendiges Wesen ist. Und dass sie wie jedes Wesen geachtet, bedacht und geschätzt gehört.

    • Liebe Ekaterina, vielen lieben Dank für deine Worte. Ja, ich spüre da eine Veränderung in mir, so viel mehr Klarheit… Du hast es ganz Wunder-voll formuliert. Schön, so mit den Naturwesen verbunden zu sein. 🌟🦉🌴🦄🐾🪔🌳🌞🌈🪄💐💗

  • Hallo, habe den Artikel gerade gelesen. Hast du schön geschrieben. Deine Gründe zum Löschen bestimmter Posts kann ich gut nachvollziehen.
    Eigentlich bin ich auf deinen Artikel gestoßen, weil ich mir einen Camper kaufen wollte, um damit hauptsächlich frei zu stehen und die RUHE und Natur zu genießen. Das wäre traumhaft gewesen. Aber viele Camper, und ee werden immer mehr, sind einfach nur zu blöd, um es mal nett zu formulieren. Du hast es ja weiter oben schon gut beschrieben und viele andere Blogger bestätigen genau das.

    Schade, dass es so ist.

    Danke für deinen Artikel. Ich wünsch dir alles Gute!

    Liebe Grüße
    Matze

    • Lieber Matze, ja, mit den Stellplätzen ist es schwieriger geworden, aber immer noch möglich. Also ich bin weiterhin unterwegs, vielleicht nicht mehr mit dem Anspruch alleine am See mit Sonnenuntergang und so, obwohl ich das jetzt um die Jahreszeit noch öfter habe, sondern tatsächlich mittlerweile auch mit Lust auf Menschen treffen. Und auch offen sein, dann doch hin und wieder etwas zu bezahlen. Muss ja nicht gleich ein Campingplatz sein, sondern eher ein Bauernhof oder so… Dir auch alles Gute, hoffe Du lässt Dich von deinen Plänen nicht abbringen. Alles Liebe, Birgit

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