Die Natur als Heilerin, übers draußen schlafen & wie es uns stärkt!

Birgit Strauch in Körbiskrug

Nie war mir so deutlich klar, wie in den letzten Monaten, nach den vielen, vielen Nächten, die ich im Wald, am Feldrand, an Flüssen und in den Bergen geschlafen haben, was es wirklich ist, was ich da draußen fühle.
Die Natur scheint mich aufzuladen, zu heilen, zu erfüllen und noch viel mehr…

Hier drei Bilder aus dem Pratomagno Gebirge in Italien im Frühjahr:

Ich schlafe nun nicht in irgendwelchen Laubbetten und meist auch nicht so ganz unter freiem Himmel, sondern am liebsten in meinem Minicamper und dann bei offenen Türen. Oder auch im offenen Dachzelt, nur mit Moskitonetz rundherum. So bin ich auf der einen Seite geschützt, gegen plötzlichen Regen oder auch gegen die vielen Jäger oder Angler, die nachts unterwegs sind. Auch mein Hundewesen schläft ruhiger im Camper, als auf der Wiese davor. Da liege ich meist dann alleine und kann die Augen gar nicht schließen, weil ich keinen Moment vom Anblick des Sternenhimmels verpassen möchte.

Entspannung, Klarheit im Kopf & Freude

Was ich an mir bemerkte, wenn ich hier draußen bin, ist, dass ich schon mit der Ankunft im Wald oder am See, fast augenblicklich entspanne, meine Schultern nach unten sinken, mein Bauch entspannt und meine Gedanken sich sortieren. Vielleicht rödel ich noch kurz durch meinen Dacia Dokker Minicamper, um Zutaten fürs Abendessen zusammen zu suchen und dann entweder zu kochen oder einen Salat zuzubereiten. Aber dann fahre ich runter und bin einfach nur noch da. Lese, schreibe, schaue in die Bäume oder aufs Wasser.

Und was passiert in mir oder mit mir? Ich fühle mich gestärkt, kraftvoll, Energie fließt. Mein Geist, der im Alltag bei laufender Praxis und zwei Teenies, die mich noch brauchen, oft mit Organisation überfordert ist, ist plötzlich ruhig. In den drei/vier Tagen Auszeit im Wald, die ich mir jedes zweite Wochenende gönne, habe ich keinen Stress im Kopf. Die Natur bietet so eine herrliche Ordnung und Klarheit. Pure Freude kommt auf. Hier bedeuten die Dinge aus der Stadt nichts, hier muss nichts sein, niemand hat Erwartungen, hier bin nur ich und diese Magie, dieser Duft, der Wind und das Wildentengeschnatter…

Schon mal an einem Fluss sitzend eine Flasche Wein getrunken? – In der Regel gibt das keinen Brummschädel!

Ich habe die unterschiedlichen Qualitäten der einzelnen Regionen erfahren dürfen in den letzten zwei Jahren Halbzeit-Vanlife. Berge sind in der Regel luftiger, wirken sich besonders auf einen freie Geist durch die Weitsicht aus, sind aber auch kühler und Wetterunbeständiger und manchmal auch dunkler, düsterer, durch die frühen Schatten, wenn man in einem Tal steht. Der Wald lädt das Immunsystem auf, verdoppelt die weißen Blutkörperchen (da gibt es Studien dazu), regt durch die ätherischen Öle, die Terpene und den Duft zu tiefem Durchatmen an. Das Übernachten an einem Fluss bewirkt bei mir ein Staunen, eine Art Hingabe ans fließen, an den Fluss. Eine Verbundenheit mit den Adern unserer Mutter Erde. Flüsse haben es mir wirklich angetan! Ich trinke hin und wieder mal gerne ein Glas Wein hier draußen. In der Stadt kann ich ein Glas trinken, fühle mich dann schwer und habe oft am nächsten Tag einen Brummschädel. An einem Fluss, meist fahre ich an die Elbe, Havel oder Oder, da ist es mir schon passiert, dass ich alleine für mich, versunken im Anblick des Flusses und wie dieses Jahr den vielen springenden Fischen in der Oder, fast eine Flasche getrunken habe und mich angenehm berauscht gefühlt habe, ganz ohne Schädel, weil all das Negative des Alkohols sofort abgebaut wird.

Faszination!

All den Erlebnissen an Flüssen, Bergen, Wasserfällen, Seen und im Wald oder auch am Feldrand ist gemeinsam, dass ich jedes Mal in ein tiefes Staunen falle. Ich bin fasziniert von den Tieren, den Füchsen, Hasen, Rehen und Mäusen, die bis an mein Bett kommen, die vielen Raubvögel, die über mir ihre Kreise ziehen oder die Schwärme der Wildenten und Kraniche. ich merke, wie mein Herzraum so weit wird, wie meine Lebenskraft fließt und auch wie meine sexuelle Energie, hier draußen viel stärker ist, als in der Stadt. Ebenso die Verbundenheit zum Göttlichen fällt mir hier draußen leichter. Natürlich kann ich diesen Draht auch in der vollen U-Bahn herstellen, aber hier draußen, da ist es eben einfach schöner.

Ganz besonders gut gefallen mir auch der Winter oder Regentage im Herbst. Da habe ich oft das Gefühl, die Welt ist nur von mir bewohnt. Dann ist hier niemand außer mir.

Unbewusst, ohne mir über all dies Gedanken zu machen, bin ich einfach dieser Sehnsucht, diesem Drang gefolgt, so oft wie möglich draußen zu schlafen. So, wie es für mich als Stadtmensch eben möglich ist. Und ganz von selber bin ich süchtig geworden und kann regelrecht fühlen, dass ich draußen viel lebendiger bin, viel mehr Kraft habe, einfach näher dran bin, an, ich möchte es mal so ausdrücken, an meiner Verbundenheit mit dem Göttlichen. Und für mich stellt sich immer mehr die Frage, möchte ich noch etwas anderes, als so oft wie möglich draußen zu sein? Und ein ganz klares Nein durchschwemmt jede meiner Zellen. Wenn ich mich zurück erinnere an meine Kindheit, dann hatte ich genau das schon immer in meinem Blut. Schon damals wollte ich nur hinaus. Aber aufgewachsen in einer Kleinstadt, mit feinen Parks und wenig wilder Natur und einem Umfeld welches sicherheitsorientiert war und dieses Urvertrauen, diese Naturnähe nicht verspürte und sogar für sich selbst negierte, da hat es gut dreißig Jahre eigene Entwicklung, irgendwie auch ein manchmal im Kreise gehen gebraucht, um dahin zu gelangen, wo ich heute fühle. Vielleicht hilft Dir dieser Artikel zu mehr Klarheit in Deiner Beziehung zur Natur.

Biophilie

Und nun, seit ein paar Monaten bin ich über einen Begriff gestolpert, der genau das beschreibt, was ich für mich erkannt habe oder schon immer gefühlt habe: Biophilie (sogar mein Rechtschreibprogramm meckert, dabei ist der Begriff schon so alt). Dazu Erich Fromm: Die Biophilie ist die leidenschaftliche Liebe zum Leben … Der biophile Mensch … will mehr sein, statt mehr zu haben. Er besitzt die Fähigkeit, sich zu wundern … Das Abenteuer zu leben ist ihm lieber als Sicherheit. Er hat mehr das Ganze im Auge als nur die Teile… Liebe Leser, als ich das gelesen habe, da dachte ich bloß: Huch, das bin doch ich und wenn das hier so beschrieben wird, dann scheint es so viele Menschen mehr zu geben, die so sind wie ich. Ach Leute, ist das schön 🙂 !!!

Dazu möchte ich Euch das Buch: Der Biophilia-Effekt: Heilung aus dem Wald von Clemens G. Arvay empfehlen. Unglaublich, wie bei jedem Kapitel ich einfach nur: Yes! sagen kann. Genau so ist es, das habe ich schon immer gespürt. Und wie verrückt sind wir doch, wenn wir all das übersehen oder gar ablehnen. Lieber in die Apotheke rennen, anstatt in den Wald zu gehen.

Baummedizin: Die heilende Kraft der Waldöle. Die Kraftessenzen der Bäume für die seelisch-körperliche Heilung einsetzen! Dieses Buch ist so ein Genuss. Das machen vor Allem die schönen Bilder, die feine Einteilung der einzelnen Abschnitte. Und jeder Abschnitt ist voll mit Informationen und zwischen den Beschreibungen der Baumöle oder der Bäume in den Traditionen kommt die Kinesiologin durch. Da schöpft sie aus ihren Erfahrungen in den therapeutischen Sitzungen. Hilfreich sind auch die Empfehlungen, wie man an hochwertige Öle kommt, worauf man beim Kauf achten sollte. ich werde in dieses Buch immer wieder hineinschauen, wirklich gelungen!

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Angst ist das Gegenteil von Freiheit und Freude

Da hatte ich die Tage ein Gespräch mit einer lieben Freundin, die befürchtet, wenn all dies immer mehr in Mode kommt, dass immer mehr Leute in den Wald rennen oder sogar mit dem Auto hinfahren, dass auch das letzte bisschen Wald bald überfüllt sein wird. Also dass wir alle die Luft noch mehr verpesten und der Natur schaden. Aber ich sehe es anders, ich glaube eher, wenn jeder von uns, seine Verbundenheit mit Mutter Natur wiederentdeckt und die Heilkräfte, die in ihr wirken versteht und empfindet, um so weniger werden all diese Menschen bereit sein, der Natur etwas Schlechtes zu wollen und werden sie schützen, wo es nur geht.

Mutter Natur – sie ist Ärztin, Therapeutin und Schamanin!

Und ich möchte gerne noch einen Schritt weiter gehen. Ja, die Natur hat wahnsinnige Auswirkungen auf unsere Gesundheit, unser körperliches und geistiges Wohlbefinden. Sie ist Hausärztin und Psychotherapeuten in einer Gestalt. Aber sie ist noch etwas. Wenn wir in ihr verweilen, dann kann sie auch noch unseren Zugang zum Göttlichen, zu unseren Visionen, zu unserer Bestimmung, zur Magie des Lebens sein, uns zu einem größeren Verständnis hin öffnen. Und genau bei diesem Schritt kann ich Dich ganz individuell und persönlich unterstützen. Wir treffen uns zu einem Waldspaziergang, es geht um Deine Themen und wir sprechen über Deine Visionen oder Sorgen. Ich bin bei dem Gespräch, wie bei der spirituellen Lebensberatungeratung angebunden und schaue sozusagen von Oben auf Deine Themen und biete Dir gleich vor Ort an, hinderliche Ideen und Gedanken loszulassen und Dich mit der Kraft und Heilenergie der Natur aufzuladen, womit es Dir dann ganz leicht fallen wird, Deine Ziele zu verwirklichen. Weitere Informationen hier: Bewusstwandeln: heilsame Gespräche am See mit Birgit Strauch

Ein paar Herbstbilder vom großen Tonteich bei Körbiskrug:

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  • Wunderschön in Worte gefasst. Da möchte ich sofort los und mit dir im Wald, am Fluss heilen und die Verbundenheit genießen. Ich durfte ja deine Fähigkeit dich mit „oben‘ zu verbinden schon selbst erleben und schätze sie sehr. Auch die Leichtigkeit, die damit einher geht.

  • Das hast du sehr schön geschrieben, danke für diesen Artikel. Ich bin durch „Zufall“ auf deine Seite gewandelt und du sprichst mir in Vielem aus dem Herzen. Auch mein Wesen wandelt sich in den letzten Jahren unaufhörlich zum Weniger, Natürlicher und Einfacher ist so viel mehr. Es gestaltet sich noch etwas aufwendiger, mit einem einstigen Sammelcharakter und Schulpflichtigen Kindern, aber ich habe schon sehr, sehr viel gelernt, bin auf dem Weg und genieße ihn… Danke auch für deine Stellplatz-Tipps. Ich denke da werde ich bestimmt mal welche ausprobieren. Liebe Grüße

    • Vielen Dank fürs Teilen! Ja, die Natur hat eigentlich alles, was wir brauchen, um uns erfüllt zu fühlen. Und mit den Kids, das kenne ich gut, manchmal würde ich mir wünschen, sie einfach „einpacken“ zu können und los… Aber nein, die Schule ruft… und die hat oft nicht das zu bieten, was sie draußen im Wald, in den Bergen und unterwegs lernen könnten. Ich wünsche Euch noch viele Abenteuer draußen:)

      • Oh ja, eigentlich bräuchte man nur die Hälfte des Lehrstoffs und wenn man die gewonnene Zeit mit Naturerlebnissen auffüllen würde, würde die andere gelernte Hälfe auch viel besser verdaut werden. Wir versuchen so viel wie möglich in unseren wundervollen Wäldern und Seen unterwegs zu sein und wie du schon sagst, dort lernt man so viel was uns die Schule leider nicht lehrt.

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