Im selbst ausgebauten Minicamper (62) nach Italien ins Po Delta (10/16): Freistehen am Ufer des Po, Glücksmomente und ob Fische Frühsport machen?

Freistehen am Po in Ca Tiepolo by Birgit Strauch

Gut vier Stunden brauchen wir vom Pratomagno Gebirge in die Ebene des Po Deltas!

Fahrt vom Pratomagno Gebirge ins Po Delta

Den ganzen Morgen hatten wir mit der Erkundung vom Rocca Ricciarda im Pratomagno Gebirge verbracht und nun war uns eigentlich nur noch nach Ankommen, Entspannen und mein Lieblingshund sehnte sich nach herumstreunen und im Gras wälzen.

Traumstellplatz direkt am Po

Flüsse und somit auch Deltas, dort, wo sie sich mit dem Meer vereinen, von süß zu salzig werden, finde ich magische Orte. (Wie das Donaudelta in Rumänien) Die App Park4Night hielt diesmal einen wirklichen Traum-Stellplatz für uns in Ca`Tiepolo parat. Hier sollten wir gleich zwei Nächte bleiben.

Ich liebe Flüsse, viel mehr als Seen oder das Meer. Und der stetig strömende, schlammfarbene Po hatte schon in der ersten Nacht vor ein paar Tagen in Sermide mein Herz erobert. Aber hier in Ca` Tiepolo (natürlich auf meiner Karte vermerkt!) konnte man direkt am Wasser stehen und nachts, wie auch am frühen Morgen, die springenden Fische beobachten. Ich ärgerte mich richtig, meine Angel nicht dabei zu haben, das würde mir auch nicht mehr passieren.

Ja klar, hier war ich nicht alleine. Gleich hinter dem Damm lag auch die Stadt Ca` Tiepolo mit Restaurants und Geschäften. Außerdem lagen ein paar Fischerboote in diesem winzigen Hafen und am Sonntag hielt hier sogar ein Reisebus, der die Gäste zu einem Ausflugsdampfer brachte. Aber es war auch wunderschön, einen Sonnenuntergang mit den anderen zu teilen und ein paar nette Worte zu wechseln!

Wir teilten uns diesen Rasenparkplatz mit etwa vier weiteren Campern. Zwei deutschsprechende, ein italienisches Ehepaar und zwei junge Leute ebenfalls in einem Minicamper. Nachts kamen noch ein paar Tschechische Angler, ich mochte sie trotz des lauten Palavers. Allerdings legten sie sich in Schlafsäcken unter den Baum hinter mir und so traute ich mich nicht, meine Dieselstandheizung, am doch recht kühlen Morgen, anzuwerfen. Da hätte ich sie ganz schön zugestunken. Aber wenn sie schon draußen schlafen, dann kann ich auf das bisschen Wärme-Komfort auch verzichten.

Glücksmoment

Er fing eigentlich schon im Morgengrauen an. Ich wurde wach und ging zum Fluss runter auf den kleinen Steg vor meinem Minicamper. Noch nie zuvor, habe ich so viele Fische springen sehen. Paarungszeit? Frühsport? Und dann ging die Sonne auf, ebenso rot, wie sie am Abend verschwunden war. Glücksmomente sind für mich diese Augenblicke der tiefen Verbundenheit mit der Natur. Das sind diese unbezahlbaren Augenblicke, wo man nichts braucht, nichts vermisst, wo alles perfekt ist und eben, die man nicht mit Geld kaufen kann. Sie werden uns geschenkt! Im Grunde sind sie, wenn ich in der Natur bin auch gar nicht selten, ja sie reihen sich sogar wie eine Perlenkette aneinander. Manchmal sogar erscheinen ganze Tage wie ein einziger Glücksmoment, da so viele stetig aufeinander folgen. Ist das Leben nicht wunderbar? Danke liebes Universum!!!

An meinem Dacia Dokker Minicamper liebe ich, dass er Schiebetüren an beiden Seiten hat. Mir ist es schon öfter so gegangen, dass die eine zum Sonnenuntergang geöffnet war und die andere in den Sonnenaufgang zeigt, so wie hier zum Frühstück.

Ich fühlte mich tatsächlich so, wie das Bild auf der Weinflasche, ich versuchte nicht nur nach den Sternen zu greifen, sondern hatte sie mit so einer Nacht hier definitiv erreicht!

Warst Du schon mal in Italien? Wo hat es Dir besonders gut gefallen? Bist Du mit dem Camper unterwegs? Ich freue mich, wenn Du etwas in den Kommentaren teilst!

Hilfreiche Tipps zum Minicamper Leben, findest Du auf meiner Packliste für Minicamper Touren.

Hier habe ich, je nach Jahreszeit zusammen gestellt, was ich auf meinen Touren mit dabei habe. Wie z.B. den Kocher, Toaster, Kühlbox, Power-Station, Tarp, Beleuchtung, Hängematte…

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Unser ganzes Italien-Abenteuer:

Im selbst ausgebauten Minicamper (53) nach Italien (1/16): Erster Halt in Oberammergau – Dirndl, stille Glocken und Berge überall

Im selbst ausgebauten Minicamper (54) nach Italien (2/16): Partnachklamm – ein Wildbach durch eine enge Schlucht, was für ein Naturschauspiel!

Im selbst ausgebauten Minicamper (55) nach Italien (3/16): Klausen – südtiroler Charme, ein Campingplatz unter der Autobahn & eine ganz besondere Familiengeschichte!

Im selbst ausgebauten Minicamper (56) nach Italien (4/16): Kloster Säben

Im selbst ausgebauten Minicamper (57) nach Italien (5/16): Etsch und Po – ich liebe diese Flüsse. Nun beginnt das eigentliche Abenteuer Italien!

Im selbst ausgebauten Minicamper (58) nach Italien/Toskana (6/16): Magisches, zauberhaftes Anghiari – Wir finden einen Traum-Stellplatz innerhalb der alten Stadtmauern.

Im selbst ausgebauten Minicamper (59) nach Italien/Toskana (7/16): Freistehen mit Aussicht im Pratomagno-Gebirge. Jetzt wird´s spirituell & über die Wohltat alleine zu sein!

Im selbst ausgebauten Minicamper (60) nach Italien/Toskana (8/16): Traum-Stellplatz unter dem Croce del Pratomagno.

Im selbst ausgebauten Minicamper (61) nach Italien/Toskana (9/16): Rocca Ricciarda – so ein bissl wie am Ende der Welt!

Im selbst ausgebauten Minicamper (62) nach Italien ins Po Delta (10/16): Freistehen am Ufer des Po, Glücksmomente und ob Fische Frühsport machen?

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