Im selbst ausgebauten Minicamper (53) nach Italien (1/16): Erster Halt in Oberammergau – Dirndl, stille Glocken und Berge überall!

Minicamper Tour nach Oberammergau by Birgit Strauch

Endlich wieder unterwegs! Zwei ganze Wochen Abenteuer im Minicamper liegen vor uns!

Zuerst geht es von Berlin ins 680 Kilometer entfernt gelegene Oberammergau. Sechseinhalb Stunden sind wir mit unserem als Minicamper ausgebauten Dacia Dokker unterwegs, genau wie der Navi prophezeit hatte. Wir sind um drei Uhr früh am Karfreitag gestartet. Vollmond und Aryas Geburtstag, denn genau vor einem Jahr kam das kleine, ängstliche, spanische Straßenköterli zu uns. Ein Abenteuerhund ist sie geworden und macht ihrem Namen Arya (Stark, GoT), alle Ehre.

Was für ein Gefühl, als Berliner Flachlandgewächs in die Berge zu fahren. Diese Höhe, majestetisch ragt das Zugspitzengebirge (Zugspitze: 2962 m), also die Ostalpen vor uns auf. Und dann diese langen Tunnel, puh, da braucht´s doch ein wenig gute Nerven. Aber bald habe ich mich sowohl an die Berge als auch die Tunnel gewöhnt.

Ich bin bei meiner Freundin Marianne in Oberammergau verabredet. Leser meines Blogs kennen sie schon, denn eigentlich kommt sie aus Estland. Aber vor ein paar Jahren war sie mit ihrem Mann Sven und den Kindern nach Deutschland ausgewandert. Darüber hat sie auch ein spannendes Buch geschrieben. Leider ist es nur auf estnisch zu erhalten. Sven lebt mittlerweile alleine in Oberammergau, aber Marianne kommt ihn so oft es geht besuchen. Denn sie wohnt wieder in Sänna, in Südestland, da ihre Tochter unbedingt zurück wollte.

Einen etwas längeren Stopp, zu einem ausgedehnten Mittagsschläfchen, machen wir an der St. Georg Kirche in Oberau. Hier lädt ein kleiner Rundweg zu einem netten Spaziergang ein. Vorn auf dem Parkplatz ist es recht laut, aber wenn man unten an der Kirche vorbei zum Friedhof fährt, da kann man wunderbar ruhig stehen. Dieses Plätzchen habe ich auf meiner Karte vermerkt.

Sven & Marianne zeigen mir ihr Oberammergau

Es ist Karfreitag am Nachmittag, die Sonne scheint und dennoch ist die kleine Stadt Oberammergau angenehm leer. Das kann im Sommer ganz anders aussehen. Ich staune über die klare, frische Luft und die vielen bemalten Häuser. Für Schnitzkunst (ich komme mir ein wenig wie in Seiffen vor) und natürlich die Passionsspiele ist Oberammergau bekannt.

Viele, viele Informationen über Oberammergau findest Du hier: www.ammergauer-alpen.de. Hier wird auch der Meditationsweg empfohlen bei dem es nicht nur durch wunderschöne Natur, sondern auch zu jeder Menge Kloster geht. Unter anderem kommt man am Kloster Ettal (12. Etappe) vorbei, welches sich auf dem Weg zwischen Oberau und Oberammergau befindet. Ich habe diese eindrucksvollen Gemäuer diesmal leider nur von Außen gesehen, die Zeit war zu knapp.

Wir spazieren durch Oberammergau

Da Karfreitag ist, darf die Glocke der katholischen St. Peter und Paul Kirche nicht läuten und so tönt nur ein merkwürdiges Schnarren vom Glockenturm herab. Macht nichts, Arya bellt um so lauter, als sie ohne mich vor der Kirche warten muss ;). Die Häuser sind teils liebevoll bemalt und restauriert. Noch ist es zu früh im Jahr, aber im Sommer ist alles mit Blumen geschmückt. Es ist so unglaublich friedlich hier.

Der arme Hund!

Meine liebe Arya kann ja auch nicht mal für nur eine Minute ohne mich sein. Leider konnte ich mir die Kirche nicht in Ruhe von innen anschauen, so ein Theater hat sie draußen veranstaltet, obwohl Sven versuchte, sie zu beruhigen.

Spaziergang oberhalb von Oberammergau

Sven wohnt direkt am Rand der Stadt. Von seinem Haus, wo ich übrigens fantastisch im Minicamper schlafe, da es hier so unglaublich ruhig ist, kann man gleich auf die Wiesen wandern. Nachdem wir den Ausblick genossen haben, sammeln wir noch reichlich Bärlauch, fürs Abendessen. Die Blätter hier sehen wirklich denen des Maiglöckchens ähnlich, ganz im Gegensatz zum Berliner Bärlauch, der fast grasförmig, länglich nach oben wächst.

Obwohl die Wiesen hier so herrlich weit aussehen, bin ich mir nicht sicher, ob man hier einfach mal für eine Nacht stehen kann, denn sie gehören alle zu den einzelnen Bauernhöfen. Auch ich stand an der Straße, hier aber völlig ruhig und unbeachtet von den wenigen Spaziergängern. Viele Parkplätze habe ich an der Bergstraße zwischen Oberau und Oberammergau gesehen, aber durch die Nähe zur Straße, sind sie sicher ganz schön laut.

Warst Du schon mal in Italien? Wo hat es Dir besonders gut gefallen? Bist Du mit dem Camper unterwegs? Ich freue mich, wenn Du etwas in den Kommentaren teilst!

Hilfreiche Tipps zum Minicamper Leben, findest Du auf meiner Packliste für Minicamper Touren.

Hier habe ich, je nach Jahreszeit zusammen gestellt, was ich auf meinen Touren mit dabei habe. Wie z.B. den Kocher, Toaster, Kühlbox, Power-Station, Tarp, Beleuchtung, Hängematte…

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Unser ganzes Italien-Abenteuer:

Im selbst ausgebauten Minicamper (53) nach Italien (1/16): Erster Halt in Oberammergau – Dirndl, stille Glocken und Berge überall

Im selbst ausgebauten Minicamper (54) nach Italien (2/16): Partnachklamm – ein Wildbach durch eine enge Schlucht, was für ein Naturschauspiel!

Im selbst ausgebauten Minicamper (55) nach Italien (3/16): Klausen – südtiroler Charme, ein Campingplatz unter der Autobahn & eine ganz besondere Familiengeschichte!

Im selbst ausgebauten Minicamper (56) nach Italien (4/16): Wanderung mit drei Hunden von Klausen zum Kloster Säben

Im selbst ausgebauten Minicamper (57) nach Italien (5/16): Etsch und Po – ich liebe diese Flüsse. Nun beginnt das eigentliche Abenteuer Italien!

Im selbst ausgebauten Minicamper (58) nach Italien/Toskana (6/16): Magisches, zauberhaftes Anghiari – Wir finden einen Traum-Stellplatz innerhalb der alten Stadtmauern.

Im selbst ausgebauten Minicamper (59) nach Italien/Toskana (7/16): Freistehen mit Aussicht im Pratomagno-Gebirge. Jetzt wird´s spirituell & über die Wohltat alleine zu sein!

Im selbst ausgebauten Minicamper (60) nach Italien/Toskana (8/16): Traum-Stellplatz unter dem Croce del Pratomagno.

Im selbst ausgebauten Minicamper (61) nach Italien/Toskana (9/16): Rocca Ricciarda – so ein bissl wie am Ende der Welt!

Im selbst ausgebauten Minicamper (62) nach Italien ins Po Delta (10/16): Freistehen am Ufer des Po, Glücksmomente und ob Fische Frühsport machen?

Im selbst ausgebauten Minicamper (63) nach Italien ins Po Delta (11/16): Fast Venedig, das Kanal durchzogene Comacchio & wir radeln durch das Dörfchen Goro am Po.

Im selbst ausgebauten Minicamper (64) nach Italien ins Po Delta (12/16): Fische, Fliegen, Löffler, Ibisse & jede Menge Treibgut, nur ans Meer kommen wir nicht!

Im selbst ausgebauten Minicamper (65) nach Italien ins Po Delta (13/16): Auf der Suche nach dem Meer, die wunderschöne Etsch und über die Tücken der Stellplatzsuche.

Im selbst ausgebauten Minicamper (66) nach Italien (14/16): Verona mit Hund: Der romantischste Campingplatz, den ich kenne. Glücksgefühl und Leben pur!

Im selbst ausgebauten Minicamper (67) nach Italien (15/16): Das „Dorf Tirol“ & meine Eltern! Jetzt wird es mal wieder ganz persönlich.

Im selbst ausgebauten Minicamper (68) nach Italien (16/16): Kleine Wanderung vom Dorf Tirol nach Meran. Das Leben kann so schön sein!

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Mai 5th, 2019

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