Unterwegs im Minicamper (51) – Mal wieder Rügen (1/2): Feuersteinfelder, Ruine von Prora & eine Nacht unter Rehen auf einem ruhigen Parkplatz!

Ankunft auf Rügen!
Meine Mission: Hühnergötter finden!
Wenn ihr schon ein paar Artikel auf meinem Block gelesen habt, dann wisst ihr, dass ich gerne meditiere. Und seit einiger Zeit habe ich für mich entdeckt, wie friedvoll und glücklich machend es ist, Steine mit Mandalas zu bemalen und dann an Freunde zu verschenken. Nun waren mir die Steine ausgegangen und in Berliner Parks findet man ja keine. So die Idee mal schnell nach Rügen zu sprinten, wo ich von den Feuersteinfeldern bei Prora gehört hatte. Um es vorne weg zu nehmen, Hühnergötter, also Steine mit einem natürlichen Loch drin, habe ich hier nicht gefunden, dazu müsste man nach Vama Veche am schwarzen Meer fahren, aber wunderschön vom Meer und Sand rund geschliffene Steine habe ich tatsächlich entdeckt. Nicht nur auf den Feuersteinfeldern, sondern auch am Strand von Prora und auf dem Feldweg, wo ich zwei wunderbare, ruhige Nächte verbrachte:
Es war Samstagabend und mir war nach Ruhe, gemütlich in der Natur stehen, etwas kochen und faulenzen. Ich hatte Glück und fand im eigentlich für Wildcamper recht ungemütlichen Rügen, heute recht schnell einen perfekten Platz zwischen Poseritz und Samtens. Wie immer auf meiner Karte vermerkt.
- Von meinem Stellplatz hatte ich Blick auf einen Traum-Sonnenuntergang.
- Etwas versteckter könnte man direkt an der Kuhle stehen.
- Aber mir gefiel es so besser.
Kleiner Rundumblick um meinen Minicamper Stellplatz nördlich von Poseritz
Hier kamen die Rehe und vor allem die Hasen bis an mein Auto, sehr zur Aufregung von Arya, die sie natürlich erschnupperte, noch bevor ich sie sehen konnte!
- Hier könnte man auch überall stehen.
- Mit Weitblick
- oder Blick auf die Kuhle.
Die Feuersteinfelder in der Nähe von Prora und Neu Mukran
Meine Rügenmission war es, runde, geschliffene Steine zum Bemalen zu sammeln. Hier auf den Feuersteinfeldern erhoffte ich mir, schöne Unikate zu entdecken. Und ja, es gab einige aber noch Schönere fand ich dann später direkt am Strand, vor Allem an der Seebrücke von Sellin, ganz im Süden von Rügen. Was ich leider nicht fand, einen Hühnergott :(, voll schade, die waren alle schon weggesammelt oder ich habe nicht an den richtigen Stellen gesucht.
- Sonntagmorgen um 9.00, außer uns war niemand hier.
- Infotafel!
- Der Parkplatz ist gar nicht so schlecht für eine Nacht, aber an der Straße.
Eine Seltenheit auf Rügen: ein Parkplatz, wo es erlaubt ist, über Nacht zu stehen!
Für Wohnmobile und Camper gab es auf dem Parkplatz an den Feuersteinfeldern sogar Strom und für 10€ für die Tageskarte, als Camper kann man auch nicht meckern. Allerdings kein Vergleich zu den kostenfreien Parkplätzen mit Plumpsklo und Picknickbänken oder sogar Lagerfeuerstelle, wie wir sie in Litauen und Lettland immer wieder erlebt haben.
- Feuersteinfelder.
- Mein neugieriger Lieblingshund.
- Brennessel und Vogelmiere, frisches Grün!
- Stromstation!
- Parkplatzgebühren!
Nun aber zu dem Traumparkplatz im Wald bei der Ruine von Prora
Fast am Meer, nur an den Ruinen vorbei und schon ist man am Strand. Und diese Ruinen haben etwas gespenstiges, sie machen nachdenklich und irgendwie ist es aber auch spannend.
Hier am Strand habe ich übrigens noch viel schönere, rundere Steine gefunden, als auf den Feuersteinfeldern. Also nur für den Fall, dass Du auch schöne Steine suchst!
- Ich liebe mein Klapprad!
- Man denkt, es könne jeden Moment weiter einstürzen.
- Spuren im Sand!
- Immerhin hatte es 10 Grad beim Aufwachen morgens!
Das liebe Wetter!
Zwar war es warm, selbst nachts hatte es um die 5 Grad, aber meist war es grau und nur selten sonnig. Schaut Euch die beiden Bilder von meinem Minicamper an, mit Sonne sieht doch gleich viel freundlicher und nach Urlaub aus.
Aber nun zu diesem Parkplatz. Er liegt nur ein paar Minuten von dem Parkplatz an den Feuersteinfeldern. Zwar besagt ein Schild, dass man hier zu zahlen hat, aber die Automaten sind abgebaut. Ihr fahrt ganz bis ans Ende durch, wo man wegen dem Zaun denkt, es geht nicht mehr weiter und dann biegt ihr links in den kleinen Feldweg und dann eröffnet sich auch gleich schon dieser Parkplatz. Wir standen hier völlig alleine in der Nacht und ja, ein wenig konnte wir die Straße hören, aber das war okay. In der Abenddämmerung kamen Rehe bis fast ans Auto heran, dann haben sie sich aber doch abgewendet, aber so nahe kamen sie noch nie ans Auto, ich denke sie sind hier auch ein wenig die Menschen gewöhnt.
- Diesem Schild folgt ihr, dann links und wieder links halten!
- Bei Sonne und
- kurz vor dem nächsten Regen. Zwischen den Bäumen die Ruine von Prora.
- Blick auf den Parkpatz!
- Und hier stehen wir für die Nacht!
- Jetzt gibt´s erst mal nen Tee und ne Mütze Schlaf.
Die Ruine von Prora
Prora besteht natürlich noch aus viel mehr, als nur dieser Ruine. Alle Infos zu diesen unglaublichen Bauten findest Du hier: https://www.reiseland-ruegen.de/ruegen-sehenswuerdigkeiten/kdf-prora/
Wie können Menschen die Natur nur so verschandeln. Naja heute wird versucht das Beste draus zu machen. Mehr nach meinem Geschmack ist es aber, wenn die Natur sich ihren Lebensbereich wieder zurückholt. So wie die Bäume, die hier auf dem Dach wachsen. Enes Tages wird sicher alles zusammen stürzen.
- Da der Zaun größtenteils eingerissen ist,
- kann man in und um die Ruine herumspazieren.
- Hier hatte ich allerdings Bedenken, dass es weiter einstürzt.
- Windschief ist es,
- wie die Krüppelbirken Richtung Strand.
- Ich finde die Bäume klasse, die auf dem dach wachsen, so sollte es doch überall sein, auf den Dächern, oder?
Warst Du schon mal mit dem Camper auf Rügen? Wo hast Du gestanden? Wie hat es Dir gefallen? Hast Du Fragen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!
Und was ist sonst noch so los auf Rügen?
Hier geht es zu unserer Packliste für Minicamper Touren.
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