Unterwegs im Minicamper (3): Rügentrip Teil 1/3 – Eine Nacht auf dem Schlachtfeld von Gransee, Glücksgefühle & wir erreichen Altefähr auf Rügen.

Minicamper Dacia Dokker Gransee by Birgit Strauch Bewusstseinscoaching & Shiatsu

Die erste Nacht im neuen Minicamper

Hält das Bett, habe ich es stabil genug gebaut? Ist es warm genug, wie fühlt es sich an wieder unterwegs zu sein? Endlich ist es so weit und ich kann in die neue Freiheit hineinspüren!

Es ist der erste Weihnachtstag, meine Kinder sind auf dem Weg zur Oma und Bonita und ich starten in 5 Tage Freiheit. Endlich mal treiben lassen, keine Termine und nicht auf die Uhr sehen müssen. Obwohl – da die Tage so kurz sind musste ich doch immer wieder auf die Uhr sehen, denn so gegen 15 Uhr mussten wir uns auf eine geeignete Stellplatzsuche für unseren Minicamper machen und das war ganz schön früh. Nach vielleicht zwei Stunden Fahrt über Landstraßen und Dörfern erreichten wir hinter der Tankstelle von Gransee links Richtung Rheinsberg eine kleine Gedenkstätte von Gransee wo um 1315 erbittert gekämpft wurde.

Auf der interaktiven Karte kannst Du ganz genau meine ganzen Stellplätze und Touren verfolgen. Bist Du auch im Minicamper unterwegs, wo übernachtest Du gerne? Bitte teile Deine Erfahrungen in den Kommentaren, ich würde mich riesig freuen. Vielleicht trifft man sich ja mal?

Eigentlich wollten wir nur für eine kurze Teepause halt machen und ein bisschen ausruhen, aber irgendwie sind wir einfach geblieben. Ich war müde von Weihnachten und wollte einfach nur Ruhe und schlafen und ein bisschen lesen. Am Ende schaffte ich nicht mal das, sondern lag einfach nur auf dem Bett im Camper und schaute auf die umliegenden Felder. Endlich mal weite Sicht, anstelle der Hochhäuser von Berlin Kreuzkölln. Nichtstun – wie wunderbar. Würde mein Hund nicht gedrängt haben, ich glaube ich hätte noch nicht mal einen Spaziergang gemacht, aber so zogen wir über den Rübenacker und ließen uns den Wind um die Nase wehen. Für alle, die auf dem Land leben mag diese Gegend vielleicht echt öde erscheinen, aber ich war einfach nur glücklich und erfreute mich an jedem Grashalm oder Kohlblatt, welches hier wuchs.

Die Nacht war ruhig, so gut wie keine Autos, nur einmal ein paar Jugendlich mit dem Rad und lauter Musik. Ich schreckte aus dem Halbschlaf hoch, aber ich glaube, sie haben mich gar nicht wahr genommen. Ich muss mich erst wieder daran gewöhnen, wie es ist, im Auto zu schlafen. Im Grunde nehmen einen die meisten Menschen drumherum gar nicht wahr. Es existiert nicht in ihren Gedanken, dass da  jemand direkt neben ihnen, in einem parkenden Auto, schlafen könnte. Und selbst wenn sie es wüssten, wäre es vermutlich den meisten egal. Einige wenige wären vielleicht interessiert, aber nur ganz selten mal einer würde etwas Böses wollen. In den 1,5 Jahren Leben im Robur hatte ich nur einmal Ärger mit Leuten, die sich Nachts an meiner Autotür zu schaffen machten und die damals mein großer Rottimix Alfred vertrieb. Und dann mehrere Male mit der Polizei, denen die Busbewohner ein Dorn im Auge waren. Das waren damals wilde Hausbesetzerzeiten, hihi.

Der Morgen danach, also nach unserer ersten Nacht im Auto war ein Traum: Ein glutroter Sonnenaufgang über den Feldern und die Freiheit den Morgentee unter freiem Himmel zu genießen, während Bonita um mich herumtobt. Ich war so dankbar, es fühlte sich so frei an hier draußen. Ich meine wir reden von einem total normalen Feld, mitten in Deutschland und ein bisschen Sonnenschein, welches solch ein Hochgefühl in mir aufkommen lies. Ich war nicht in Tikal in Mexiko oder am Baikalsee oder an einem Strand in Thailand und dennoch fühlte es sich ebenso glücklich und himmelhochjauchzend an!!!

 

Bäume Bäume Bäume, ohne Blätter!

 

Mecklenburgische Seenplatte

Nachdem ich die Morgenstimmung genossen habe, tingle ich über unendlich viele Pflastersteinstraßen, an alten Holzkirchen vorbei, quer durch das Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte, um dann zu einem sehr späten Frühstück meinen superlieben Freund Rene zu besuchen. Wo wir gemeinsam einen ganz ruhigen zweiten Weihnachtsfeiertag verbringen.

 

Und dann geht es endlich Richtung Rügen:

 

Auf nach Altefähr auf Rügen!

Die Rügenbrücke führt von Stralsund auf Deutschlands größte Insel und ist mit einer Länge von 2831 und einer Höhe von 128 Metern zu Recht ein architektonisches Meisterwerk. Rene hatte mir noch mit auf den Weg gegeben, ich solle gleich hinter der Brücke links in Altefähr einen Kaffee trinken, dort sei es so nett. Und wirklich, das war es. Sogar einen Strand gibt es zum Ruhen und Baden bei warmem Wetter, aber leider mit Hundeverbot.

 

Mein nächstes Ziel auf Rügen heißt Bug, der schmale Streifen ganz im Westen. Aber bis ich dort ankam dauerte es ein wenig. Mein Navi im nagelneuen Auto hatte noch nicht mitbekommen, dass eine neue Straße gebaut wurde und auch nicht dass die 96 gesperrt ist und man die Umleitung nehmen muss. Grrrrr! Aber so lerne ich die Inselmitte wenigstens auch kennen und fahre ein paar mal im Kreis.

 

Warst Du schon mal auf Rügen? Oder bist im Camper unterwegs? Was sind Deine Erlebnisse auf der Insel, wie hat es Dir gefallen. Was ist Dir wichtig beim Riesen? Ich freue mich riesig über Deinen Kommentar!

 

 

Und so geht es weiter:

Unterwegs im Minicamper (3): Rügentrip Teil 2/3 – Endlich Meer, Wellen und Wind! Neu Mukran, das verlassene Bug, ein Stellplatz mit Weitsicht & ein Wanderung von Putgarten nach Vitt.

Unterwegs im Minicamper (3): Rügentrip Teil 3/3 – Eine traumhafte Nacht in der Spyker Bucht, ein magischer Buchenwald und Weitblick mit Seehunden vom Königsstuhl.

 

In Polen waren wir auch:

Unterwegs im Minicamper (7): Wintercamping in Polen – Heuscheuergebirge (2/2) – Wanderung zum Irrgarten von Bledne Skaly im Nebel & Startschwierigkeiten im Schlaubetal (die Batterie ist leer).

 


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