Mit dem Minicamper an der Oder. Im Sturmtief Sabine, über Kraft tanken, Ängste und Naturgewalten.

Morgen nach dem Sturmtief Sabine im Minicamper by Birgit Strauch

Als ich dieses Wochenende an die Oder gefahren bin, hatte ich zwar die Sturmwarnung gehört, aber das einzige was mich interessierte, war wieder bei mir anzukommen und Kraft zu tanken. Ich hatte drei Wochen mit den Kindern und viel Arbeit in der Praxis hinter mir. Alles fein, ich liebe meine Kinder und auch die Arbeit, aber ich bezeichne den Zustand in solch vollen Zeiten immer als ein Reagieren. Es liegt einfach viel an und ich muss handeln. Einige von Euch werden erstaunt sein, denn sie leben immer so. Eingespannt zu sein in die täglichen Herausforderungen ist wohl „normal“.

Ja, aber nicht für mich und schon gar nicht mit dem Job als intuitiver Life-Coach. Mir ist es wichtig, bei mir zu bleiben, mir treu zu bleiben und auf meine Intuition zu hören. Und wenn ich da gut verbunden bin, dann handel ich nämlich auch zum Wohle von Allen und meinen Kindern, meinen Beziehungen, dem Hund und mir geht es dann trotz dem „Viel“ des Alltags ganz schön gut! Und um wieder zu mir zu kommen brauche ich diese Auszeiten. Und da hält mich auch ein Sturm nicht von ab. Vor allem stehen bei mir in Berlin in der Straße viele alte Linden, die schon mal einen Ast verlieren könnten. Hier an der Oder gibt es keine Bäume, die mir aufs Dach knallen könnten. Also für mein Minicamperlein, war es hier draußen auf jeden Fall sicherer.

Habt ihr schon mal sooooo viele Schwäne gesehen? Und dann dieser herrliche Vollmond! Mal wieder eine Traumnacht, im Februar an der Oder.

Natürlich findet ihr die Stellplätze und auch die Oderberge auf meiner Karte.

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag alleine da draußen?

Das werde ich oft gefragt, aber ganz ehrlich, jede Sekunde ist prall gefüllt mit erleben, staunen, gucken, meditieren, kontemplieren (also eher nachspüren, als grübeln!), Tiere beobachten, Bäume anschauen, Kräuterli bestimmen, Müll sammeln, mit der Arya herumtollen und kuscheln, Photos machen… und einfach nur auftanken und genießen. Eben einfach nur sein!

HEIZAUFSATZ für Campingkocher

Eigentlich habe ich ja eine Standheizung, aber wenn z.B. Angler hinter mir angeln, dann mag ich sie nicht anwerfen, der Diesel müffelt schon ein wenig. Ich bin ganz begeistert von dem Heizaufsatz, Perfekt um kalte Finger zu wärmen und der Camper ist in Minutenschnelle etliche Grad wärmer. Aber natürlich kann man ihn nur bei offener Tür nutzen. Die Wärme hängt dann fein über meinem Bett, und wärmt mich oben, während meine Beine im Schlafsack stecken. Bin begeistert! So wird es auch an einem kühlen Februartag bei einem wirklich tollen Buch Waking Up: A Guide to Spirituality without Religion kuschelig und gemütlich ohne Standheizung.

Mein neues GoSky 2019 Spektiv – es macht sooo eine Freude hiermit die Natur, Rehe, Kraniche zu beobachten…

Die Handyphotos sind nett, aber die Bilder nicht ganz so scharf, wie wenn man einfach nur so durchschaut. Für mich eine ganz gute Übung, einfach mal nur zu genießen und nicht alles fotografieren zu wollen. Die Rehherde, das waren etwa 30 Tiere und hier mit einer riesigen Schar, über 60 Kranichen, zusammen. Irgendwie haben sie gegenseitig aufeinander aufgepasst, voll süß. Für mehr Infos: Gosky Spektiv Vogelbeobachtung

Schöner Stellplatz an der Diplomatentreppe

Hier steht man zwar hinter dem Damm, hat aber von Oben eine herrliche Aussicht. Zwei Bänke gibt es auf dem Damm auch und zum Wasser runter kann man ebenfalls gehen. Sollte dieser Parkplatz voll sein, nur ein Stückchen weiter südlich, gibt es ebenfalls einen Parkplatz, aber eben ohne Bänke und irgendwie nicht ganz so schön.

Lietzener Mühlental

An der Oder traf ich auf ein älteres Ehepaar, die mir das Lietzener Mühlental empfahlen, um Kraniche zu beobachten. Leider waren heute keine da, aber die Aussicht war trotzdem schön. Sehr spuky ist die alte Ruine unten im Tal, wenn man durch das Mühlental durchfährt. Auch sehr empfehlenswert, laut dem Ehepaar: der Eisgarten Buchholz in Falkenhagen! Als ich hier vorbei fuhr, war es gut besucht!

Oderberge

Ja, nördlich von Frankfurt an der Oder hat`s sogar „Berge“. Herrlich zum Spazieren und die Aussicht genießen. Und wenn nicht gerade ein Sturm aufzieht, dann kann man hier auf dem Waldparkplatz auch sicher auch für eine Nacht stehen.

Eine Nacht im Sturm an der Oder!

Solch einen Sturm hatte ich noch nicht erlebt im Auto. In Schottland standen wir manchmal ganz schön im Wind mit unserem Dachzelt, aber die Böen letzte Nacht, waren eine andere Nummer. Vor dem Regen klatschte manchmal sogar eine Handvoll Sand gegen die Hecktüren. Aber was sollte passieren, weit und breit kein Baum.

Ich kochte gemütlich im Camper und schnitze im Wind meine Gardinenstange aus einer Haselnussrute fertig. (Vielen Dank für die Idee, lieber Billy Drahmann!)

So ließ ich mich heute Nacht friedlich von Mutter Natur in den Schlaf rütteln. Kurz mal kamen ein paar Ängste hoch. Ich lies sie kommen, sah sie an und wie die Wolken am Himmel verschwanden sie wieder. Ich musste an meine Vision denken, die ich auf meiner ersten Indienreise hatte. Wie ich dort eine Hand sah, Gottes Hand und wie klar war, dass ich im Laufe der Reise in die schützende Handinnenfläche gelangen würde. So war es dann auch. Und diese Gewissheit hat sich bis heute nicht verändert. Ich fühle mich in der Natur immer geborgen. Selbst bei diesem Sturm. Und ich hatte ja zudem noch meine schützende Camper-Hülle um mich herum. Ganz im Gegensatz zu den Gänsen, die ich in der Nacht immer wieder hörte. Was wohl deren Taktik war? Vermutlich kuschelten sie sich eng am Boden zusammen…

Wovor hast Du Angst? Wenn Du einmal begriffen hast, dass Du beeinflussen kannst, wie Du denkst und fühlst, dann sind Ängste nicht mehr bedrohlich. Und die Situationen sind es meist auch nicht, sondern eben nur dass was Du Dir über sie ausmalst. Einer der Gründe, warum ich keine Nachrichten mehr anschaue. Sie führen dazu, dass wir uns ängstlich fühlen, bei all den schlimmen Dingen auf der Welt. Se führen auch dazu, dass wir konsumieren, um uns zu schützen oder dass wir reagieren, statt frei entscheiden. Leb mal eine Weile ohne düstere Filme, Bücher, Nachrichten und Du wirst sehen, wie frei Dein Herz innerlich wird! Wie mutig Du sein kannst. Es ist mir ein Rätsel, warum Krimis mit Morden so beliebt sind. Und warum Menschen sie so gerne sehen. Versuche mal nach einem Horrorfilm einen nächtlichen Waldspaziergang zu genießen… viel Spaß!!!

Bist Du mit dem Camper unterwegs oder ein Fan von Brandenburg? Wo hat es Dir besonders gut gefallen? Ich freue mich, wenn Du etwas in den Kommentaren teilst!

Hilfreiche Tipps zum Minicamper Leben, findest Du auf meiner Packliste für Minicamper Touren.

Hier habe ich, je nach Jahreszeit zusammen gestellt, was ich auf meinen Touren mit dabei habe. Wie z.B. den Kocher, Toaster, Kühlbox, Power-Station, Tarp, Beleuchtung, Hängematte…

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Wenn Du gerne mal etwas bei Amazon bestellst, dann kannst Du mich und meinen Blog unterstützen, indem Du etwas (es muss kein von mir empfohlenes Produkt sein!) über einen Link von meiner Seitebestellst.

So erfülle ich mir meine Träume, lebe meine Freiheit und lasse alte Begrenzungen los:

Schau doch mal vorbei: Spirituelle Lebensberatung & wie auch Du Deine Träume leben kannst!

Hier findest Du alle Reiseberichte zur Uckermark, zum unteren Odertal, Oderbruch und der märkischen Schweiz:

Mit dem Minicamper ins östliche Berliner Umland (1): Nationalpark untere Odertal. Traumstellplatz in Alt Galow & eine einsame Badestelle bei Stützkow.

Mit dem Minicamper ins östliche Berliner Umland (2): Nationalpark unteres Odertal. Freistehen am Hang, Blick in einen Bienenstock, der Stolper Turm & das Fuchs und Hase Fahrradcafe.

Mit dem Minicamper ins östliche Berliner Umland (3): Nationalpark unteres Odertal – Begegnung im Tal der Liebe, Krecik -mein erstes polnisches Wort & eine Nacht unter polnischen Anglern an der Oder.

Mit dem Minicamper ins östliche Berliner Umland (4): Nationalpark unteres Odertal – eine einsame Badestelle, vier Wanderparkplätze, die sich für die Nacht eignen & Tipps zum Freistehen!

Mit dem Minicamper ins östliche Berliner Umland (5): Penkun, Waschbären, die stille Oder & wenn man sich nicht in seiner Mitte befindet.

Mit dem Minicamper ins östliche Berliner Umland (6): Oderbruch – morgens unter Kühen, Kulturhafen Groß Neuendorf & ein Patti Smith Gefühl Kienitz.

Mit dem Minicamper ins östliche Berliner Umland (7): Märkische Schweiz – ein Waldsee, die Wolfschlucht, ein erschrockener Jäger & eine Nacht auf dem Feld.

Mit dem Minicamper ins östliche Berliner Umland (8): Oderbruch – Wildcampen an einem kleinen Oderstrand & das mystische Kirchencafe in Kienitz.

Mit dem Minicamper ins östliche Berliner Umland (9): Oderbruch – magischer Baasee, freistehen im Wald & das Schiffshebewerk von Niederfinow.

Mit dem Minicamper ins östliche Berliner Umland (10): unteres Odertal – Stolpe, Stolzenhagen & eine Traum-Nacht am Wasser, über Seelenfunken & warum es so gut ist, manchmal alleine zu sein!

Mit dem Minicamper an der Oder. Im Sturmtief Sabine, über Kraft tanken, Ängste und Naturgewalten.


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