Mit Minicamper & Dachzelt nach Schottland (1): Fähre, links fahren und Wildcampen in England!

Links fahren by Birgit Strauch

Der Minicamper ist gepackt!

Mit Zwischenstopp in Moers bei meinen Eltern geht es die gut 9 Stunden von Berlin nach Hoek van Holland.

Wir haben uns für die etwa sieben stündige Fährfahrt von Hoek van Holland nach Harwich entschieden, denn so sind wir schon ein kleines Stücken näher dran an Schottland. Ihr seht, jede Menge Platz am Hafen für Camper und um den Hund noch mal Toben zu lassen!

Hier fährt die Stena Line und ich kann nur sagen, wir haben uns pudelwohl auf der Fähre gefühlt. Wir hatten zwar keine Kabine, aber die Lounge dazu gebucht. Ohne meinen Sohn hätte ich auch auf der Fähre in den Restaurants oder Chill-Ecken ein Plätzchen gefunden, aber in der Lounge gab es Sofas, auf denen man schlafen konnte, eine Steckdose und freie Getränke und Obst, außerdem war es wärmer, als auf dem restlichen Schiff. Also die Lounge würde ich alleine vielleicht nicht buchen, aber für meinen Teenie-Sohn, war es so echt gemütlicher. Kleinkinder kann man hier nicht mit rein nehmen.

Unsere Arya (Lieblingshund) hatte es dagegen nicht ganz so fein, sie hat den Aufenthalt im Kettle gehasst. Sicher kamen Erinnerungen ans Tierheim hoch. Man kann den Hund auch im Auto lassen, aber das hätte sie in 7 Stunden vermutlich zerlegt. Für Hin und Rückfahrt mit unserem Dacia Dokker Minicamper plus James Baroud Dachzelt, ca. 2,60 hoch, meinem Sohn, der Hund und die Lounge haben wir 330€ gezahlt und im Dezember, also sechs Monate vorher gebucht.

Mit dem Minicamper nach England by Birgit Strauch

Die Ankunft in Harwich war aufregend. Wir sind trotz Navi ein bissl im Kreis gefahren, haben dann aber dann doch den Weg gen Norden gefunden. Das Linksfahren war gar nicht so ein großes Problem, auch die Kreisverkehre nicht, nur das rechts abbiegen fühlte sich sehr merkwürdig an, der Schulterblick macht so gar keinen Sinn mehr.

Mein Sohn hat mir immer die Meilen pro Stunde in Kilometer pro Stunde umgerechnet, daran hatte ich nämlich im Vorfeld nicht gedacht.

Meilen/Stundenkilometer: 20/32, 30/48, 40/64, 50/80, 60/96, 70/ 113, 80/129

Auf der Landstraße fährt man in der Regel etwas schneller als bei uns, auch kann man mit 64 km/h durch die meisten Dörfer brettern, macnhmal herrscht aber auch 20 Miles/h, aber die Autobahn mit 113 km/h war unglaublich langsam, daran musste ich mich echt gewöhnen. Bin mal gespannt, ob ich in Berlin noch Post in Form eines Strafzettels bekomme.

Von Harwich ging es 284 Meilen (460 Kilometer), etwa fünf einhalb Stunden zur Robin Hood´s Bay. Wir fuhren, bis es anfing zu dämmern und hatten dann ein irres Glück mit dem ersten Stellplatz. Etwas westlich von Cambridge fuhr ich auf eine Nebenstraße und entdeckte diesen breiten Feldweg. Auch in der Nähe von Harwich gibt es einen schönen Platz am Meer, den wir auf dem Rückweg nutzten. Die Stellplätze findest Du auf meiner Karte oder aber auch auf der recht neuen, aber genialen App StayFree. (Einfach im Playstore herunterladen, kostenlos!)

Unser erster Stellplatz in England,

bei Regen und in der Dämmerung gefunden. Nicht ganz perfekt zum weiterempfehlen, denn hinter den Büschen liegt eine Farm, aber wir haben niemanden gesehen und beschwert hat sich auch niemand. Wir waren einfach nur glücklich über die ersten Nacht im Dachzelt unter 100 Hasen, die trotz Arya überall um uns herum liefen.

Wildcampen in England und Schottland ist kein Problem. Allerdings vor allem in Schottland gibt es viel weniger Feld oder Waldwege, auf die man sich einfach stellen kann. Wenn es welche gibt sind sie meist Einfahrten für Höfe. Dafür gibt es aber jede Menge Wanderparkplätze auf denen man richtig gemütlich, teils mit irrer Aussicht stehen kann. Wir haben uns überall Willkommen gefühlt, denn auf der Insel gibt es echt viele Hundebesitzer, die gerne mal auf ein Schwätzchen an unserem Camper mit Dachzelt vorbeischauten.

Willkommen in England – kleine Wanderung unter Schafen auf dem Levisham Estate!

Levisham Estate wandern unter Schafen by Birgit Strauch

Da fahren wir einfach mit dem Ziel Robin Hood´s Bay und plötzlich kommen wir an diesem magischen Tal, welches wie ein Krater in die Landschaft gegraben ist, vorbei. Wir beschließen sofort, dass dies unser ersten Ausflug in England wird. Mehr Infos zum Levisham Estate.

Und zum ersten Mal wandern wir unter frei laufenden Schafen. Am Ende der Reise wird das zum Running Gag bei uns, denn wir befinden uns, besonders in Schottland, eigentlich immer unter Schafe, aber das erste Mal ist schon besonders, vor allem auch für Arya. Gegenüber dem Estate an der Hauptstraße befindet sich ein großer, aber kostenpflichtiger Parkplatz. Da ich nur jede Menge 20 Pfundscheine vom ATM Automat in meiner Geldbörse hatte, aber noch keine Münzen, machte ich auch gleich die ersten sehr hilfsbereiten Bekanntschaften. So ein nettes Willkommen!

Bist Du mit dem Camper unterwegs oder schon mal in Schottland/England gewesen? Wo hat es Dir besonders gut gefallen? Ich freue mich, wenn Du etwas in den Kommentaren teilst!

Hilfreiche Tipps zum Minicamper Leben, findest Du auf meiner Packliste für Minicamper Touren.

Hier habe ich, je nach Jahreszeit zusammen gestellt, was ich auf meinen Touren mit dabei habe. Wie z.B. den Kocher, Toaster, Kühlbox, Power-Station, Tarp, Beleuchtung, Hängematte…

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Unser gesamtes England/Schottland Abenteuer mit Minicamper & Dachzelt!

Mit Minicamper & Dachzelt nach Schottland (1): Fähre, links fahren und Wildcampen in England!

Mit Minicamper & Dachzelt nach Schottland (2): Wilde Nordsee an der Robin Hood`s Bay (noch England) & ein Traumstellplatz mit Blick über die Bay!

Mit Minicamper & Dachzelt nach Schottland (3): Wilder weiter Strand im Lindisfarne NP – Budle Bay & Fahrt übers Watt zum Holy Island.

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