Sri Lanka für Naturfreaks (2/16) – Dalhousie & Adam`s Peak: Verdammt anstrengend, aber ein Erlebnis!

Adam`s Peak

Von Colombo aus sind wir mit dem Zug nach Hatton und von Hatton dann mit dem Bus nach Dalhousie, um am nächsten Tag den Adams Peak zu besteigen. Im Wathsala Inn bezogen wir ein schönes Zimmer mit Blick auf den Adam´s Peak. So von der Ferne wirkte er gar nicht so hoch.

Nachmittagsspaziergang durch Dalhousie. Ich mochte diesen ruhigen, gemütlichen, auf die vielen Pilger ausgerichteten Ort. Und so fanden wir auch gleich heraus, wo wir am nächsten Morgen um drei Uhr früh unseren Aufstieg beginnen würden.

5200 Stufen führen zum 2243 m hoch gelegenen Tempel auf dem Adams Peak. Wir sind gegen 2 Uhr früh in Dalhousie gestartet, denn wir wollten oben den Sonnenaufgang erleben. Hätte mir vorher jemand gesagt, wie anstrengend es würde und wie krass der Muskelkater und die Knieschmerzen später beim Abstieg sein würden, ich weiß nicht, ob ich es gewagt hätte. Ich wandere sehr gerne, aber die recht hohen Stufen sind wahnsinnig anstrengend. Auch ist der Aufstieg durch diese Treppe ein wenig langweilig, mir hat das Naturerlebnis gefehlt, da sich sehr viele andere Menschen mit uns auf den Treppen befanden. Es ist gut, sich warm anzuziehen, oder sogar einen Schlafsack dabei zu haben. Beim Aufstieg kommt man natürlich ins schwitzen, wenn man dann aber oben auf 2200m den Sonnenaufgang eine Weile genießen möchte, wird einem in den durchschwitzten Klamotten recht schnell kalt. Am Ende war ich natürlich froh, den Aufstieg gemeistert zu haben und ganz besonders bei der Aussicht auf dem Abstieg im Sonnenlicht. Wir sind vielen Affen begegnet, kleine grüne Vögel gab es wie bei uns die Spatzen und die Lastenträger waren zu bewundern, wie sie Stufe für Stufe die schweren Säcke hinauf trugen.

Der Abstieg war dagegen ein Traum, vor allem wegen der Aussicht, die wir jetzt genießen konnten. Aber die hohen Stufen forderten ihren Tribut und wir beide kamen bloß mit heftigen Knieschmerzen unten an. Ich kenne das von meinen Wanderungen. Das bergab wandern ist für die Knie viel problematischer als hinauf.

Na klar war die Aussicht toll und es war eine sportliche Leistung, auf die wir stolz waren, aber ich habe auf dem Adam´s Peak das Pulsieren und Kribbeln vermisst, dass ich an schon so vielen heiligen Orten gespürt habe. Auch der Tempel oben auf der Spitze war nicht schön. Und ebenso war der Aufstieg, eingepfercht zwischen Treppengeländern und den vielen anderen Menschen kein wirklich spirituelles Erlebnis. Dennoch war es eine Erfahrung und insgesamt hatte ich schon Spaß und es war ein guter Tag!!! Seid tapfer und haltet durch, es lohnt sich! Mein Freund Rene nannte mich ab diesem Tag Grummelchen, weil ich zwischendurch echt geschimpft habe und immer wieder kurz vor dem Aufgeben war.

 

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Buchempfehlungen für Sri Lanka:

Stefan Loose Reiseführer Sri Lanka: Das war unser Reiseführer und er war wirklich sehr hilfreich.

Reise Know-How Sri Lanka: Reiseführer für individuelles Entdecken: Wie der Reise Know How leider ist, zu schwer! Aber der Inhalt passt. Kann ich empfehlen, obwohl mein Favourit der von Stefan Loose ist.

Die Schmetterlingsinsel: Eine wunderbar passende Reiselektüre.

Still Counting the Dead: Survivors of Sri Lanka’s Hidden War by Frances Harrison: Hart, aber ehrlich. Unvorstellbar, dass im Süden Touristen Urlaub machten, während im Norden tausende Unschuldige starben.

 

So ging unser spannender Sri Lanka Trip weiter:

Sri Lanka für Naturfreaks (1/16) – Safaris, TukTuk, Kloeintritt-Tickets, Zug oder Bus, Guesthouse oder Homestay…

Sri Lanka für Naturfreaks (3/16) – Uda Walawe Nationalpark: Wilde Elefanten & Wohnen im Paradies.

Sri Lanka für Naturfreaks (4/16) – Tangalle:  Traumstrand, Paddeltour durch die Lagune & ein Riesenwaran.

Sri Lanka für Naturfreaks (5/16) – Mirissa: Meer, Fisch, Massage, Wasserbüffel…Urlaub!

Sri Lanka für Naturfreaks (6/16) – Mirissa: Schlangenfarm (Kobras und Vipern) und Blauwale.

Sri Lanka für Naturfreaks (7/16) – Deniyaya: Abseits der Touristenpfade & Sri Lanka pur.

Sri Lanka für Naturfreaks (8/16) – Sinharaja Rainforest: Känguru-Eidechsen, Blutegel & ein romantischer Wasserfall.

Sri Lanka für Naturfreaks (9/16) – von Deniyaya über Ratnapura nach Kandy: eine kurvenreiche Busfahrt.

Sri Lanka für Naturfreaks (10/16) – Kandy: Vollmondfest im Zahntempel.

Sri Lanka für Naturfreaks (11/16) – Kandy: Teefabrik, Botanischer Garten, Ayurvedische Gewürze.

Sri Lanka für Naturfreaks (12/16) – Kandy: Flughundbaum & Elefantenritt.

Sri Lanka für Naturfreaks (13/16) – Sigiriya: Eine Radtour, zahme Affen & Lagerfeuerromantik.

Sri Lanka für Naturfreaks (14/16) – Hurulu Eco Park: Wilde Elefanten mit Jungtieren!

Sri Lanka für Naturfreaks (15/16) – Sigiriya Fels: Magie der Wolkenmädchen und Löwenpranken.

Sri Lanka für Naturfreaks (16/16) – Waikkala: Pool, Meer & Massagen.

 

 


Januar 12th, 2017

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  • Hey Grummelchen.
    Ja, das war ein Tag. Mehrere Tage Muskelkater und Knieschmerzen waren das Ergebnis, nach drei Stunden Treppensteigen hoch und über drei Stunden Treppensteigen runter. Aber auch wundervolle Eindrücke und Bilder, wie ich sie wohl nie wieder machen werde. Denn auch ich, würde mich wohl nicht noch einmal an den Aufstieg wagen. Auch wenn ich an dem Tag voll motiviert war und auch dich immer wieder motivieren konnte und musste, wurde die zweite Hälfte des Abstieges einfach zu schmerzhaft. Dabei habe ich beim Aufstieg noch gedacht, zum Glück geht’s nachher Bergab, das wird ja leichter. Denkt man ja, wenn man noch nie über Fünftausend Stufen bestiegen hat, aber was für ein Irrtum. Hoch ist anstrengend, runter schmerzhaft. Und als wir immer wieder gedacht habe, jetzt die Treppe ist die letzte, dann sind wir oben. Wieder nicht, aber jetzt. Und doch kam nach jeder Biegung wieder eine Treppe. Und jede Stufe unterschiedlich. Und als wir dann beim Runtergehen die Männer mit den schweren Säcken gesehen habe, da habe ich nur gedacht, wie viel Power müssen diese hageren Menschen haben. Oben angekommen durften wir ja die Glocke läuten, einmal für jeden Aufstieg. Manchen habe mehrere Male geläutet. Vier, fünf und sogar sieben mal glaube ich. Also ich weiß nicht, welche Motivation ich bräuchte, um noch einmal da hoch zu steigen. Aber schön war es trotzdem. Der Sonnenaufgang gehört zu einem der schönsten, neben dem auf dem Adams Peak,
    in unserem Urlaub. Anders als Du, war ich schon total ergriffen, von der Natur und dem Ausblick. Ich war aber auch froh, als wir endlich wieder im Dorf angekommen sind. Ich finde auch, wenn man nach Sri Lanka fliegt, in guter körperlicher Verfassung ist, gehört der Aufstieg auf den Gipfel des Adam`s Peak einfach zum Urlaub dazu. Danach war jeder andere Aufstieg jedenfalls Pille Palle. Und Herzblatt, auch dieser Tag, wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Nicht nur der Muskelkater und die Schmerzen danach, sondern auch das Gefühl es geschafft zu haben und der herrliche Ausblick über die Weiten des Landes. Jedes Mal, wenn ich jetzt einen Bericht sehe, über das Land, kann ich sagen, ja da oben war ich auch schon, mit meiner Freundin, die jetzt zu ihrem Leidwesen einen Neuen Kosenamen trägt. Liebe Grüße Dein Motivator.

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